Mittwoch , 13 Dezember 2017
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Wochenruhezeit im LKW?
Die Wochenruhezeit von 45 Stunden darf nicht im LKW verbracht werden.

Wochenruhezeit im LKW – Behörden kündigen Kontrollen an

Viele LKW Fahrer verbringen ihre Wochenruhezeit, die wie bekannt 45 Stunden beträgt, in ihrem LKW. Sie hängen fest auf Parkplätzen und Rasthöfen. Dies macht schon den Eindruck wie Camping. Mit Grill und Gartenstühlen. Ob dies aber immer so vom Fahrer gewünscht ist, wird bezweifelt. Immerhin geht es hier um die Wochenruhezeit, die zur Erholung von der anstregenden Arbeitswoche dienen soll. Das hat nichts mit einem „Autobahncowboy“ oder dem „Freien Leben auf der Landstrasse“ zu tun.

Eher macht es den Anschein, und da wird schwer von ausgegangen, dass es die Unternehmer sind, die ihre Fahrer dazu verdonnern ihre Wochenruhezeit auf den Pakplätzen zu verbringen. Immerhin geht es ja um das liebe Geld.

Warum also, dem Fahrer die dringend benötigte Ruhe unter würdigen Bedingungen geben, wenn man auf diese Art und Weise seinen Umsatz optimieren und sich sogar dadurch Vorteile am Markt verschaffen kann, und so der Unternehmer bessere Preise anbieten kann, z.B. bei Ausschreibungen.

Selbstverständlich schlafen gerade die großen Spediteure auch nicht in einem Hotel, sondern auch auf ein paar Quadratmetern in einem LKW Häuschen. Das Frühstück kommt aus der Dose, zum Mittag Ravioli vom Esbitkocher und die Körperpflege erledigt jeder Großunternehmer dann bestimmt auch aus dem Wasserbehälter am LKW.

Oder schlafen und dinieren diese auf normale Weise wie jeder Andere?

Dies alles wird so gebilligt, obwohl es in der EG Verordnung 561/2006, und nicht nur im Deutschen Gesetz, geregelt ist.

Die 45 stündige Wochenruhezeit, darf nicht im LKW / Fahrzeug verbracht werden, auch wenn die Ausstattung es zulassen würden. Nur die tägliche Ruhezeit und die auf 24 Stunden verkürzte Wochenruhezeit, sowie der Ausgleich der verkürzten Wochenruhezeit, dürfen im LKW verbracht werden. Vorausgesetzt die Fahrerkabine verfügt über die vorgeschriebene Einrichtung und Ausstattung. (EG Verordnung 561/2006)

Schon in der Vergangenheit wurde oft bei den kontrollierenden Behörden nachgefragt: „Wann werden denn mal die LKW auf den Raststätten, die länger als 24 Stunden stehen, kontrolliert?“ Immer wieder bezogen sich die Antworten auf die Personalknappheit, sowie das es schwierig ist in dieser Angelegenheit Kontrollen durchzuführen.

Da es gerade bei Osteuropäischen Speditionen auf der Tagesordnung steht, den Fahrer im Ausland über Wochen in seinem LKW schlafen zu lassen, und dieses mittlerweile den Behörden auffällt, kündigt man nun in der ganzen EU verschärft an, dieses nun zu kontrollieren.

Man muß beachten das es ja nicht nur um den Fahrer/ die Fahrerin geht, der/die unter schlechtesten Bedingungen im LKW hausen muß. Sondern das die Unternehmer auch einen Marktvorteil haben indem sie ihre Fahrzeuge mit Fahrer immer draußen lassen.

Eine einfache Regelung wäre, wenn die Disponenten noch besser planen würden. Oftmals kann durch Rücktouren dieses Problem übergangen werden. Es ist auch nicht unmöglich, seinem Fahrer ein Hotelzimmer zur Verfügung zu stellen oder gar eine Rückfahrt zu organisieren.

Fakt ist, wie man uns mitteilte: Die Kontrollen kommen jetzt verstärkt und bei Verstoß wird es zu hohen Strafen kommen. Gerade der Unternehmer wird hier zur Kasse gebeten.  Bei wiederholten Verstössen wird die Strafe erhöht und es droht sogar der Entzug der Lizenz des Unternehmers. Ausländische LKW werden vor Ort zur Kasse gebeten.

Jeder Fahrer/ jede Fahrerin sollte sich im Klaren sein, das dieses Thema jetzt vermehrt kontrolliert wird und es um sein/ihr Wohl geht und nicht um das des Unternehmers. Es ist eben verboten die Wochenruhezeit von 45 Stunden in seinem LKW Häuschen zu verbringen und kein Fahrer/keine Fahrerin sollte sich über was Anderes belehren lassen.

Bei weiteren Fragen zum Thema, benutzt in unserer Community das Forum „Lenk und Ruhezeiten“.

Stellt Eure Fragen und wir werden antworten.

(Text / Bild Copyright 2014 by BKFTV.de  Jegliche wiederrechtliche Weiterverwendung ohne Genehmigung, auch auszugsweise, wird geahndet.)

Kommentare

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24 Kommentare

  1. ich für meine teil finde es nicht gut so reglementiert zu werden ich habe mit meinem arbeitgeber eine absprache d.h. 4 wochen fahren langes wochenende zu hause . diese regelung beinhaltet nartürlich auch dementsprechende bezahlung im internationalen fernverkehr d.h im umkehrschluß wenn ich nun alle 2 wochen daheim bin macht sich das auch auf meinem lohnstreifen bemerkbar und da greift diese regelung in mein persöhnliches recht auf arbeit und verdienstmöglichkeit ein und das kann nicht sein . ich lass mir von so einem bürohengst von der eu nicht vorzuschreiben wieviel geld ich zu verdienen habe und warum kann man diese verordnung nicht so ändern das man sagt einmal verkürzen auf 24 std. dann 2 mal hintereinander 45 std . pause und den ausgleich sprich 66 std. dann zu hause so ist jedem geholfen es ist festgelegt jeder spediteur kann früh genug so planen und die fahrer im internationalen fernverkehr sind alle 4 wochen für eine etwas längere zeit bei ihren familien weil es unter uns auch fahrer und deren familien gibt die sich einfach daran gewöhnt haben längere zeit von zu hause weg zu sein und die das auch gar nicht mehr anders wollen weil sich das leben so eingespielt hat

  2. Ich für meinen Teil halte von dieser Regelung mit der Wochenruhezeit nichts.Es muß doch jedem Politkopf oder Polizisten egal sein wo und wie ich meine Wochenruhezeit verbringe. Ich bin alleinstehend ohne jegliche familiäre Bindung oder Verpflichtung und muß nicht zu Hause im eigenen Bett schlafen.Wenn ich nen Job im Fernverkehr,einschließlich “ internationaler Fernverkehr “ annehme weiß ich vorher daß es lange ,teilweise mehrwöchige Touren werden.wenn ich dann zb. in Marokko/Casablanca mal 2-4 Wochen wegen der Verzollung stehen muß,dann ist es doch normal die Wochenruhezeit im LKW zu verbringen.Oder dürfen wir nicht mehr so weite Touren fahren????
    Jeder Seemann,ob Kapitän oder einfacher Matrose ist oft monatelang auf den Weltmeeren unterwegs.Da wird nicht kontrolliert und bestraft.
    Also sollte man uns selbst entscheiden lassen wo und wie wir unsere Wochenruhezeit verbringen.Und dieser belgische Polizist der uns da strafen will wenn wir im LKW die Wochenruhezeit machen gehört in die Wüste geschickt.

  3. Die einfachste Möglichkeit ist doch, wenn die Herren von der BAG oder Rennleitung einfach mal ein Jahr lang Sonntagsschichten machen und von Parkplatz zu Parkplatz fahren würden, um zu Kontrollieren. So ab 13.00Uhr, und wenn möglich gleich mit Pusteröhrchen. Dann würde so mancher Ostblocktrucker erst ab Dienstag abend losfahren können ( nach einer weiteren Nachprüfung auf Fahrtauglichkeit. Das ganze aber nicht nur auf Autobahnrastplätzen, sondern auch stichpunktartig in den grossen Gewerbegebieten, Häfen usw. Also dort vor allem, wo sämtliche Grünstreifen mit menschlichen Exkrementen verunreinigt sind! Und an Alle, die so vehement für die Beibelassung der heutigen Zustände sind, weil sie selber ölfter übers Wochenende draussen sind; wenn das so weitergeht, macht Ihr das auch nicht mehr lange für diesen Lohn, weil die Dumpingpreise eure Arbeitsplätze auffressen werden. Also grüsst schün jeden Rumänen, Bulgaren, Ungarn, usw. Denn das sind diejenigen, die in Zukunft eure Frachten fahren werden!!

    • Genau Du hast Recht und dann noch die Sanifair Qittungen prüfen ob die nicht schon das ganze Wochenende auf die Strasse oder hinter den nächsten Baum gesch……… haben

  4. Ich muss auch mal meinen Senf dazu geben. Keiner macht diesen Job zwangsweise. Es wird niemand gezwungen sich in der „Weltgeschichte“ rum zu treiben. Wer international fährt weiß das er längere Zeit im Lkw lebt. Wir sind eh schon die Angeschmierten mit all den Dokumenten und Nachweisen die beigebracht werden müssen um überhaupt fahren zu dürfen. Warum also legt uns die EU immer mehr Steine in den Weg…???… Ich kann es nicht verstehen… Jeder Seemann kann über Monate unterwegs sein ohne das sich auch nur einer darum schert. Mal abgesehen vll. der Ehefrau … Ich befürworte auch keine Fahrten über Monate, aber 3-4 Wochen auf Tour zu sein ist doch im Europaweiten oder noch weiter fahrenden Verkehr normal… Ich wäre dafür das es einen Mindestlohn dafür gibt und der Fahrer selber entscheiden kann ob er im Hotel oder im Lkw nächtigt… Weil dann könnte es sich leisten und sicher auch machen. Voraussetzung ist das Hotels auch Parkmöglichkeiten für 40 Tonner anbieten…

    In diesem Sinne allen eine gute Fahrt und immer eine Handbreit frei zum Vordermann…

    • ICH PERSÖNLICH FINDE ES NICHT SCHLIMM SOLANGE DRAUSEN ZU BLEIBEN !!!!
      was ich aber befürworten würde dass die wochenenden exta vergütet werden müssten und zwar per gesetzt !!!!
      bei der firma wo ich fahre geht es oft nicht anders , aber ich stehe meistens mehr wie ich fahre 🙂 wenn ich auf 70 std in der doppelwoche komme ist es schon viel .und trotzdem hat meine firma dadurch keinen vorteil . natürlich bin ich auch ab und an im hotel ,jedoch ist es nicht immer möglich ,weil an der autobahn keine hotels gibt und wenn man von der autobahn runter färht gibt es keine parkmöglichkeiten!!! also was soll die scheisse

  5. Sonny , bist du international unterwegs ?

  6. Hi…nur mal kurz nebenbei bemerkt. Wer bitte schön kann denn nach vollziehen ob ein Fahrer im Lkw seine Wochenruhezeit gemacht hat oder nicht, wenn der Fahrer seine Fahrerkarte gezogen hat? Die Speditionen sind doch auch nicht dumm und weisen ihre Fahrer darauf hin die Karte zu ziehen damit man das nicht überprüfen kann.

    • Das ist doch Käse was du schreibst. Was hat das mit der Karte zu tun. Du kannst doch zuhause deine Pause machen und lässt die Karte im LKW stecken. Die Kontrollbehörde schaut auf den Parkplätzen nach Fahrzeuge, registriert den Tag und Uhrzeit und steht parat wenn du Sonntag Nacht losmachst. Der Anfangstatverdacht das du im LKW geschlafen hast besteht. Beweisumkehrlast. Du musst nun beweisen das du nicht im LKW warst. Z.B. Hotelrechnung, Bahnkarte oder Eidessattliche Erklärung der Freundin. Wie gesagt, du bist Beweispflichtig. Ob die Karte nun steckt oder nicht und du nachbuchst ist doch egal.

  7. Zu dem Thema sag ich nur eins. Nicht die Fahrer/innen sollten zur Kasse mit gebeten werde bei solchen Kontrollen, sondern ausschließlich die Unternehmen sowie die Disposition!!!!! Weil die sind doch dafür verantwortlich das der oder die Fahrer des Unternehmens am Wochenende draußen bleiben und ihre vorgeschriebene Wochenendruhezeit auf nen Rastplatz oder nen schlichten Parkplatz nur machen müssen!!! Also wenn Kontrollen und abkassieren dann NUR bei den Unternehmen und nicht beim Fahrer!!! Denn der ist doch das letzte und schwächste Glied in so einer Unternehmenskette!!! Und warum soll er wieder für Fehler seines Unternehmens und seiner Dispo grade stehen!!! Er ist doch sowieso schon überall der Gelackmeierte!!!!

  8. Moin, moin
    Erstmal ist es doch so: Diese Verordnug ist nun mal vorhanden, ob dies gut oder nicht gut mag dahin gestellt sein. Auch das ganze Theater um die Kabotage lass ich mal aussen vor.
    Für mich stellt sich eine andere Frage. Ich bin regelmäßig erst am 4. WE zu hause. Wenn ich nun das lange WE 45Std im Hotel verbringe, wie sieht das denn mit der Abwesenheitbescheinigung dafür durch den ARBEITGEBER aus? Oder reicht bei einer Kontrolle die Vorlage der Hotelquittung. Das zu wissen wäre wichtig für mich.
    Mfg
    T.Bünger

  9. Das wird nie etwas werden solange die EU schwammige Gesetze für die gr. Konzerne bringt ! Ostblock-Unternehmer garantieren EU-weit den Kunden einen leeren LKW innerhalb von 2 Std. egal wo, zu Dumpingpreisen ! Wo kommt der her ? Per E-Mail ? Das sind die Kollegen die für Schmarotzer Preise ihre
    Gesundheit ruinieren und ihrer Firma die Existenz retten ! Deutsche Firmen sind schon lange nicht mehr
    Marktfähig, der Markt wurde ohne Grundlagen sich selbst überlassen ! Damit diese sich in den Aufsichträten sonnen und kassieren können ! Schaut in die Fachzeitschriften welche Unternehmer dort zu „fairen Preisen“
    die Anbieter sind !Diese haben die Fracht-Zahlungen auf fast das doppelte verlängert ! Die EU hat das Sklaventum wieder eingeführt und die Behörden kassieren mit ! Das hat mit Demokratie nichts mehr zu tun ! Das ist Mittelalter !

  10. Ganz ehrlich ich lach mich kaputt! Ich habe in Antwerpen in einer Firma gearbeitet da sind 35 Rumänische Fahrer die schlafen 3 Monate am Stück im Lkw und die kommen nicht in ein Hotel oder nach Hause.Die hausen am Wochende auf einen Betriebsgelände mit schlechten Sanitären Anlagen unter Menschen verachtenden bedingungen.Das ist die Wahrheit in Europa, und Geld wird dann und wann auch mal gekürzt wenn sie nicht genug eingefahren haben.Und wer macht etwas dagegen niemand!!Das ist doch Normal geworden so, überall in Europa.

    • Da muss ich dir recht geben Jens ,wir werden von den Grenz Hüpfer kaputt gemacht ,sie lenken nicht mal für die hälfte des Lohnes . Sie liegen an den Rastplätzen und warten auf eine SMS ,für ein neuen Auftrag um nicht leer zu fahren.

  11. Hallo
    Alles schön und gut aber doch nicht vom Gesetzgeber wirklich durchdacht !
    Solange es egal ist wo der / die Kraftfahrer / in die Zeit verbringt ,die Hauptsache nicht IM LKW , ist dieses Gesetz wertlos ! Der / die Fahrer / in kann ja auch nur im Schlafsack unter dem LKW schlafen / leben „“ ist dann ja nicht IM LKW ! Ein Zelt neben dem LKW tut es auch „“ ist ja nicht IM LKW „“ !

    Und nun kommt der Hammer , wer hat denn die Fahrer / in gefragt ob Er / Sie nicht vllt doch lieber in Ihrem Gewohntem LKW schlafen würden als in einem unpersönlichen Hotelzimmer ,ich für meinem Teil würde das schlafen im LKW vorziehen ! Und nun beißt sich die Katze in den Schwanz , wie soll festgestellt werden ob lieber LKW oder Hotelzimmer ,wer schlaeft freiwillig im LKW und wer würde gern ein Hotelzimmer wollen , wer sagt bei einer Kontrolle die Wahrheit ,wer wird von seiner Firma zum lügen animiert ? Fragen über Fragen !

    Fakt für mich ist ,es ist wieder mal der einfache weg gewaehlt worden ,ich bin der Meinung es sollten mehr die Kapotage Vertöße kontrolliert werden dann würde sich vllt auch das Thema mit der 45 Std. Ruhezeit minimieren ,fast ein Selbstgaenger !

    M.f.G.

    Gerhard Schulz

    • Da gebe ich dir recht und zwar total. Aber so ist das hier in Deutschland anderswo in der EU wird die kabotage auch kontrolliert und bei Verstoß sehr hoch bestraft nur in Deutschland nicht. Naja mittlerweile denken sich doch die Ostblock Unternehmer : Deutschland „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“
      Gruß Sonny

      • Nicht nur die Ostblock – Unternehmen. Die sind meist nur Subis. Das große Übel sind – unter anderem – DEUTSCHE STAATSUNTERNEHMEN, welche als Auftraggeber fungieren. Der größte Kaboteur ist indirekt unsere eigene Regierung…

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