Mittwoch , 20 Februar 2019
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Lenk und Ruhezeiten Änderung Bescheinigungsregelung

Thema: Lenk und Ruhezeiten

Änderung der Bescheinigungsregelung §20 FpersV (Freibescheinigung)

Grundlegend muß jeder Fahrer, auch selbtfahrende Unternehmer, bei Kontrollen die letzten 28 Kalendertage den Nachweis über seine Tätigkeiten erbringen.

Als Aufzeichnungen gelten:

  • Schaublätter
  • Tageskontrollblätter gemäß §1 Abs.6 FpersV
  • Ausdrucke aus dem digitalen Kontrollgerät
  • Aufzeichnungen gem. Artikel 15 Abs.7 VO (EWG) Nr. 3821/85
  • Aufzeichnungen nach Kapitel III des Anhang zu dem AETR

Sollte der Fahrer nicht lückenlos die Aufzeichnungen vorweisen können, ist er verpflichtet, die fehlenden Tage über eine entsprechende Bescheinigung darzulegen. Der Fall der fehlenden Tage kann sein bei:

  • Führen eines Fahrzeuges, für das keine Aufzeichnugspflicht besteht
  • Erkrankung
  • sich im Urlaub befand
  • aus anderen Gründen kein Fahrzeug gelenkt hat (z. B. wegen anderer Tätigkeiten)

Diese Bescheinigung, ausgefüllt vom Unternehmer der nicht gleichzeitig Fahrer ist, ist bei Kontrollen vorzulegen. Es ist nicht gestattet, das der Fahrer eine Blankobescheinigung hat und diese selbst während der Fahrt ausfüllt. Es gilt nur ein elektronisch ausgefülltes Formular, welches der Fahrer und der Unternehmer, bzw. der Vorgesetzte, handschriftlich unterschrieben hat.

Gerade im Reisebusbetrieb, aber auch bei LKW Fahrer / innen die ihre freien Tage nicht in der Nähe der Firma verbringen, war oftmals das Problem, wie der Fahrer nun an seine Originalbescheinigung kommt. Hierzu hat man den §20 Abs.2 der FpersV  geändert.

Dies ist nun erlaubt, die Bescheinigung kann dem Fahrer als Fax oder als digitalisierte Kopie übermittelt werden. Ratsam ist jedoch, das der Fahrer bei nächstmöglicher Gelegenheit das original unterschriebene Dokument mit sich führt. Gerade bei Fahrten im Ausland ist dies erforderlich, da die ausländischen Behörden dies auch anders sehen können, und es zu einigen Problemen bei Kontrollen kommen kann.

Damit aber keine Missverständnisse entstehen, ist es Ratsam sich den §20 der FpersV komplett durch zulesen. Hierzu den Link zum Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz.

(Quelle: §20 FpersV )

Angaben ohne Gewähr.

Kommentare

Kommentare

3 Kommentare

  1. Die sollen den quatsch lieber abschaffen. Was bringt diese Bescheinigung außer Aufwand wenn ich jedesmal erst nach dem Urlaub zu meinem Chef rennen muß. Das ist doch kein Nachweis. Man kann ja da sonstwas eintragen.

  2. Gilt das jetzt nur für Deutschland oder auch für das Europäische Ausland sowie die EWR Staaten?

    Denn die FpersV gilt ja eigentlich nur in Deutschland…

    • Die FpersV gillt für Deutschland. Im Ausland sollte man immer die original Bescheinigungen mit sich fürhren. Aus Erfahrung kann ich sagen, das der eine Beamte es akzeptiert und der Andere eben nicht. Fraglich ist wie man ein Orgiginal bekommt, wenn man vorher nicht weiß, wann und wo der freie Tag ist. Also besser auf Nummer sicher. Irgendwann wird der Begriff „EU“ auch mal funktionieren. Weiter Fragen können Sie in den BKF TV Foren stellen. LG

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