Samstag , 19 Januar 2019
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Ladungssicherung mal anders - Fahrer hatte mehr Glück als Verstand

Ladungssicherung mal anders – LKW Fahrer hatte mehr Glück als Verstand

(POL RO) – Während einer routinemäßigen Streife fiel den Kollegen der Schwerverkehrskontrollgruppe der Verkehrspolizei Rosenheim ein seltsam deformierter deutscher Sattelzug auf. Dieser wurde dann auf der A 8 im Bereich Bad Aibling auf einem Parkplatz zur Kontrolle angehalten.

Dabei wurde folgender Sachverhalt ermittelt:

Hier war ein 56 jähriger slowakischer Lkw Fahrer mit deutschen Sattelzug unterwegs und dieser hatte wortwörtlich einen „Umfall“. Es passierte in Italien. Als er beim Empfänger der Ladung versuchte die Ware abzukippen, brach der Kippcontainer vom Fahrgestell ab und stürzte auf die linke Seite. Dabei brachen sämtliche Halterung zwischen Fahrgestell und Container. Nun wurde der Container am Unfallort in der italienischen Firma wieder auf das Fahrgestell gehoben und versucht mit desolaten Gurten diesen irgendwie wieder zu befestigen. Leider hatten diese Gurte überhaupt keine Wirkung auf eine sichere Transportbeförderung.
Von Italien fuhr er dann über den Brenner in Richtung seiner deutschen Firmenniederlassung. Die Fahrt endete erst bei der Verkehrskontrolle durch die Verkehrspolizei Rosenheim.

Der Sattelzug war aufgrund des völlig verbogenen Containers nun 2,78 m breit und 4,23 m hoch.  Normal können Lkw und Sattelzüge 2,55 m breit und 4,0 m hoch sein. Der Container war völlig lose auf dem Fahrgestell und nicht gesichert.

Dass hier kein schwerer Unfall, bei der über 450 km dauernden Fahrt passierte, kann nur noch durch einen sehr „aufmerksamen Schutzengel“ erklärt werden.

Zusätzlich waren noch mehrere Holzlatten und eine schwere Eisenstange außen am Fahrzeug angebracht, die nach vorne keine Sicherung hatten. Schon mit zwei Fingern konnte die Eisenstange bewegt werden, man möchte sich nicht vorstellen was bei einer Vollbremsung passiert wäre. Doch der Fahrer setzte dem Ganzen noch einen drauf. Er hatte während der Fahrt neben seinem Fahrersitz eine 3kg schwere Gasflasche mit aufgesetztem Kocher stehen. Diese wurde ohne jegliche Sicherung befördert. Was einen schweren Verstoß nach dem Gefahrtgutgesetz zur Folge hat.

Wir bitten alle Fahrer und Speditionen darauf zu achten. Gaskocher oder Gasflaschen haben während der Fahrt nichts im Führerhaus zu suchen.

Die Weiterfahrt wurde selbstverständlich sofort unterbunden und gegen den Fahrer sowie gegen die verantwortliche Transportfirma werden mehrere Bußgeldverfahren eingeleitet. Der deformierte Container kann in diesem Zustand nicht auf öffentlichen Straßen transportiert werden.

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