Samstag , 18 November 2017
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Innovation Day von Volkswagen Truck & Bus in Hamburg mit MAN Scania und Co.

Im Jahr 2015 gegründet, hat Volkswagen Truck & Bus klare Strukturen gebildet und hohe Ziele gesteckt. Weit fortgeschritten ist die Gruppe auch auf zentralen Feldern zukünftiger Technik: dem autonomen Fahren, der Konnektivität sowie bei nachhaltigen Lösungen für den Antriebsstrang.

Ressourcen für künftige Technik sowie digitale Lösungen und innovative Services sind reichhaltig vorhanden: Obwohl erst 2015 gegründet, kann Volkswagen Truck & Bus (Volkswagen Truck & Bus) allein mit seinen Marken MAN und Scania auf weit mehr als 200 Jahre Erfahrung und Marktpräsenz zurückblicken.

Die künftige Nutzung dieser Kapazitäten hat Volkswagen Truck & Bus aber neu definiert. Durch Bündeln von Ressourcen, Know-how und Innovationsstärke ist die Schlagkraft signifikant gewachsen. Eine zentrale Rolle spielt dabei das Ressort von Anders Nielsen in seiner neu geschaffenen Funktion als Chief Technical Officer (CTO) der Volkswagen Truck & Bus. Lead Engineering und modulares Denken auf Basis von Plattformen bilden dabei die wichtigsten Eckpunkte bei der Vorgehensweise von Volkswagen Truck & Bus.

 

Lead Engineering und modulare Plattformen

Lead Engineering bedeutet, dass eine der Marken – in gemischten Teams von Ingenieuren – die Verantwortung für gemeinsame Entwicklungsprojekte jeweils dort übernimmt, wo ihre Kompetenz besonders ausgeprägt ist. Das schafft Synergien, reduziert in der Folge Kosten und stärkt das gemeinsame Know-how der Marken.

Neu ist auch der Plattform-Gedanke, den Volkswagen Truck & Bus konsequent verfolgen wird: Es ist ein gemeinsamer technischer Nenner, auf dem die Produktentwicklung und letztlich jede einzelne Produktfamilie, jede digitale Leistung und in Summe auch das Produktportfolio der Volkswagen Truck & Bus Gruppe und der einzelnen Marken basieren wird.

Technik für morgen: heute schon da

Ob autonomes Fahren, Digitalisierung und Vernetzung oder nachhaltige Triebstrang-Konzepte: Viele Innovationen für diese drei zentralen Felder künftiger Technik werden derzeit schon gemeinsam mit den Kunden in Pilotversuchen getestet oder stehen kurz vor der Serieneinführung.

Fürs autonome Fahren zum Beispiel ist Volkswagen Truck & Bus bereits heute bestens präpariert: Die Gruppe kann in dieser Hinsicht ohne Wenn und Aber liefern, was der Kunde verlangt und der regulatorische Rahmen derzeit erlaubt. Jetzt schon stehen vollkommen autonom agierende Fahrzeuge von Scania für den Einsatz in Minen bereit. Auch arbeitet Scania derzeit zum Beispiel mit Hochdruck an einer ganz besonderen Platooning-Lösung für Singapur, die als die weltweit erste, voll funktionstüchtige und reguläre Lkw-Kolonnenfahrt auf öffentlichen Straßen gelten kann.

Auch MAN stellt in Zusammenarbeit mit sieben Partnern aus Industrie, Forschung und Verwaltung im BMWI-geförderten Forschungsprojekt „aFAS“ eindrucksvoll unter Beweis, wie weit die Technik des autonomen Fahrens gediehen ist. In Deutschland verrichtet erstmals ein fahrerloser, automatisch fahrender MAN-Lkw im öffentlichen Verkehrsraum seinen Dienst als Absicherungsfahrzeug für mobile Autobahnbaustellen.

Markenübergreifendes Koppeln

Der nächste Schritt wird darin bestehen, Lkw-Kolonnen-Fahrten markenübergreifend zu koppeln, also Platoons zusammenzuführen, die aus Fahrzeugen verschiedener Marken bestehen. Scania und MAN werden hier unter dem Dach von Volkswagen Truck & Bus technologische Vorreiter sein und gemeinsame Standards entwickeln, die für die gesamte Branche wegweisend sein können.

Den autonomen Transport schon jetzt auf eine insgesamt breitere Basis zu stellen und sogar über den Bereich der öffentlichen Straßen hinaus funktionsfähig zu machen, daran arbeitet Volkswagen Truck & Bus auch intensiv mit der Volkswagen Konzernforschung zusammen. „Fellow Truck“ heißt etwa eines der Projekte, die auf einen maximalen Grad an technischer Intelligenz zielen und die Grundlage dafür schaffen, sukzessive solche Bausteine markenübergreifend in die Fahrzeuge zu integrieren.

Eng verknüpft mit dem autonomen Fahren sind Digitalisierung und Vernetzung des Transports. Volkswagen Truck & Bus steht europaweit bei der Vernetzung von Lkw an der Spitze. Weiter festigen wird diese Position der Ausbau der gemeinsamen, cloud-basierten RIO-Plattform, die MAN, Scania und RIO zusammen nach vorn treiben. Neu dazu stoßen wird künftig auch der nordamerikanische Kooperationspartner Navistar.

Startups und eigener digitaler Kosmos

Ausgetretene Pfade zu verlassen und neue Wege einzuschlagen: Diese Perspektive steckt hinter den Investitionen in besonders innovative Startups, die MAN und Scania unter Federführung von Volkswagen Truck & Bus in letzter Zeit getätigt haben. Dazu gehören etwa die algorithmus-basierte Ladebörse Loadfox oder das auf besonders schnelle Zustellung spezialisierte Unternehmen sennder.

Oberste Priorität hat bei Volkswagen Truck & Bus und seinen Marken der Ausbau eines eigenen digitalen Kosmos. Mit der neuen, gemeinsamen Plattform für digitale Lösungen hat die Gruppe die Basis dafür geschaffen, das digitale Ökosystem auf einen vollkommen neuen Nenner zu bringen.

Mehr als 280.000 Fahrzeuge hat Scania als Vorreiter bei der Digitalisierung heute schon vernetzt und kann damit Daten in einzigartiger Tiefenschärfe erheben, die dem Kunden in Echtzeit zur Verfügung stehen. Mit dem neuen digitalen Marktplatz Scania One bietet Scania schnellen und einfachen Zugang zu seinen vernetzten Services.

RIO, die neue Digital-Marke in der Gruppe, steckt die Ziele sogar noch höher. Denn RIO ist als cloud-basierter digitaler Flottenservice ausdrücklich auch für Mehrmarken-Fuhrparks konzipiert und offeriert vernetzte Dienstleitungen für Transport und Logistik. Markenneutralität und Intermodalität sind zentrale Features von RIO.

Grundsätzlich gilt: Die Marken MAN, Scania und RIO arbeiten sehr eng vernetzt daran, künftig Hunderttausende von Fahrzeugen digital zu verlinken. Hier entsteht eine cloud-basierte, offene Plattform für das gesamte Transportwesen, die sämtliche Marken und Verkehrsträger übergreifend vernetzt und alle Player entlang der gesamten Logistikkette erfasst.

Breit aufgestellt bei alternativen Antrieben

Auch bei den alternativen Antrieben bis hin zu Zero Emission ist es das Ziel von Volkswagen Truck & Bus, die Spitzenposition einzunehmen.

Volkswagen Truck & Bus wird die jeweils beste Lösung für nachhaltigen, umweltfreundlichen und gegebenenfalls klimaneutralen, CO2-emissionsfreien Transport bereitstellen, wo immer der Kunde es verlangt und die politischen Rahmenbedingungen es einfordern respektive erlauben.

Das heute in der Gruppe bereits vorhandene Portfolio für alternative Antriebe weist ein äußerst breites Spektrum auf. Rein elektrisch fahrende Busse werden noch vor 2020 in Serie gehen. Mit dem eCrafter für die „letzte Meile“ und Lkw für den leichten bis mittleren Verteilerverkehr wird Volkswagen Truck & Bus sogar schon in näherer Zukunft über ein komplettes Angebot an E-Fahrzeugen für den europäischen Markt verfügen.

Speziell im Fernverkehr wird am Verbrennungsmotor aber noch einige Zeit kein Weg vorbeiführen. Der muss aber nicht immer mit Diesel betrieben werden. Alternativen wie zum Beispiel reichweitenstarke LNG-Technik sind bei Volkswagen Truck & Bus vorhanden.

Brandneu: e-Delivery aus Brasilien

Mit Blick auf die schnell wachsenden Schwellenländer ist ein weiterer elektrisch angetriebener Verteiler-Lkw entwickelt worden, der unter der Modellbezeichnung e-Delivery auf dem Innovation Day seine Weltpremiere hat. Der e-Delivery ist ein moderner Lkw für die urbane Logistik, der den Verteilerverkehr in städtischen Regionen nachhaltiger machen soll. Er wird ab 2020 bei Volkswagen Caminhões e Onibus in Brasilien gebaut. Der e-Delivery ist ein Meilenstein in der Geschichte von Volkswagen Caminhões e Ônibus. Die völlig neue Plattform wurde in Brasilien entwickelt, um großen Städten neue Mobilitätsalternativen zu bieten.

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